“Syrische Minderheiten in NRW zwischen Exil und Neubeginn – Menschenrechte auf dem Prüfstand”
Nach dem Sturz des Assad-Regimes (Dezember 2024) und der politischen Neuordnung Syriens sind zahlreiche ethnische und religiöse Minderheiten weiterhin schwer von Menschenrechtsverletzungen betroffen – u. a. Alevit:innen, Jüd:innen, Assyrer:innen, Drus:innen, Kurd:innen und weitere. Der Fachtag richtet den Blick auf ihre Lage, bündelt Perspektiven aus NRW und diskutiert politische Handlungsmöglichkeiten in Deutschland und Europa. NRW ist für viele Menschen mit syrischer Einwanderungsgeschichte zentrale Ankunfts- und Lebensregion in Deutschland. Die Entwicklungen in Syrien wirken sich unmittelbar auf Teilhabe, Sicherheit und Perspektiven in NRW aus.
Impulse & Diskussion
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 06.12.2025 per E-Mail an: tuncer.kalayci@raa-verein-nrw.de Die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Eingänge.
Bitte geben Sie Ihren: Name, Anschrift und ggf. PKW-Kennzeichen (Parkmöglichkeit in der Tiefgarage des Landtags) an. Hinweis: Bitte bringen Sie ein Ausweisdokument für den Einlass mit. Planen Sie etwas Zeit für den Sicherheitscheck ein. Änderungen vorbehalten
Hintergrund & Ziel des Fachtags
Nordrhein-Westfalen (NRW) war Ende 2024 Heimat für etwa 287.940 Flüchtlinge aus Syrien. Wenn wir die Menschen mit syrischen Einwanderungsgeschichte dazu zählen – also die, die selbst oder deren Eltern aus Syrien eingewandert sind – kommen wir auf rund 374.000 Personen aus Syrien. Damit lebt fast jeder dritte Mensch mit syrischer Einwanderungsgeschichte in Deutschland, in NRW. Die Gruppe ist sehr vielfältig – viele sind als Geflüchtete gekommen. Viele von ihnen haben inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten – allein im Jahr 2023 wurden über 22.700 Syrerinnen und Syrer eingebürgert. Besonders viele leben in Städten wie in Essen, wo es über 14.000 syrisch- stämmige Menschen gibt.
In einer globalisierten Welt ist klar, dass Konflikte nie regional begrenzt sind. Es bewegt die Menschen, was in ihrer noch oder alten Heimat passiert.
Damit ergeben sich mit den Entwicklungen in Herkunftsländern auch Auswirkungen auf das Zusammenleben unterschiedlicher Gruppen untereinander und der Mehrheitsgesellschaft.
Darüber hinaus ziehen diverse Entwicklungen auch aufenthaltsrechtliche Fragen nach sich, die relevant für das konkrete Leben und Planungen von großer Bedeutung sind.
Die europäischen Staaten verhandeln derzeit mit der neuen syrischen Übergangsregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa und begleiten den Wiederaufbau Syriens finanziell und strukturell. Dabei ist es entscheidend, dass die Einhaltung der Menschenrechte für Minderheiten in diesen Prozessen mitgedacht, mitvertreten und garantiert werden.
Der Fachtag soll:
In Kooperation mit dem Verein für Medien, Kultur und Bildung e.V. sowie dem Verein für gegenseitigen Respekt, Anerkennung und Achtsamkeit in NRW e.V. (RAA Verein NRW e. V.) lädt die Abgeordnete Gönül Eğlence herzlich zum Fachtag ein.
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